Weekend Reading (2)

Als ich zum zweiten Mal ein paar Artikel (vor allem meine eigenen) verlinkte

Foto von oben. Wir sehen einen Mann auf einer Parkbank, der eine Zeitung liest. Neben ihm sthet eine Tasse Kaffee.

Heute machen wir wieder Leseempfehlungen. Einerseits, weil Wochenende ist und andererseits, weil heute entgegen der Gewohnheiten ein langer und anstrengender Arbeitsfreitag war. Normalerweise ist Freitag der Tag, an dem für eine Wochenzeitung, die am Freitag erscheint, am wenigsten los ist – das war heute anders und dementsprechend erschlagen bin ich. (Und ich muss micht nicht rechtfertigen, was ich hier tue! Wenn ich nur noch jeden Tag Haikus veröffentliche, ist das so.

Die (eigentlich sehr bundesdeutsche) Diskussion über Luftqualität, die angeblich unbewiesene Tödlichkeit von Luftschadstoffen wie Feinstaub, Stickoxiden und bodennahem Ozon hat mich ziemlich aufregt. Als professioneller Journalist™ (ich habe eine Karte, wo drauf steht, dass ich einer bin, sonst würde ich das vermutlich nicht so schreiben) der ich nun mal bin, habe ich dennoch versucht, seriös zu bleiben und habe mal alles mögliche dazu aufgeschrieben in Atemlos durch den Verkehr.

Meine Arbeitskollegin Isabel Spigarelli hat sich die letzten beiden Wochen durch ein Dickicht an sich-widersprechenden Aussagen gekämpft, bis sie schlussendlich irgendwo gelandet ist, wo man ihr Erklärungen geben konnte. Anlass war eine eigentlich harmlose Pressemitteilung zu einem wichtigen Thema, nämlich zur HPV-Impfung in Luxemburg. Nur sind Pressemitteilungen, die von PR-Firmen verschickt werden, ohne die Auftraggeberin zu nennen, eine Seltenheit in Luxemburg. In HPV: Moment mal! ist Isabel auf Spurensuche gegangen.

Im Podcast der woxx von dieser Woche haben wir uns übrigens über beide Themen unterhalten – auf Luxemburgisch, versteht sich.

Überhaupt, Podcasts! Irgendetwas mit Meta habe ich hier ja schon mehrmals erwähnt, aber ich möchte es nicht missen, hier auf die neuste Folge hinzuweisen, die ich wieder einmal sehr gelungen finde. Katja und ich haben uns über den Gilette-Werbespot zu toxischer Männlichkeit, True Dective, die Oscar-Nominierung, eine Folge Bojack Horseman (wie immer) und Camembert unterhalten.

Das schöne Wort Gendersternchen wurde zum Anglizismus des Jahres gewählt und mein Kumpel Maxime hat in der taz einen sehr schönen Artikel darüber geschrieben.

Ich komme gar nicht mehr hinterher, wo jetzt überall wie viele Passwörter geleaked wurden und wer alles mal wieder dazu aufgerufen hat, sichere Passwörter zu verwenden und Passwortmanager zu installieren. Bei heise gibt es einen spannenden Kommentar dazu, der die Sache auf den Punkt bringt: Steckt Euch Euren Ändere-dein-Passwort-Tag sonstwohin!

Über das Thema habe ich selbst zwar auch schon geschrieben (Netzpolitik: Not safe for …), aber dieser Artikel von engadet fasst es sehr gut zusammen: Der ständige Kampf gegen Pornografie (und was sowohl sehr prüde Menschen und schlecht programmierte Filter dafür halten) zerstört immer weitere Teile des Netzes: How sex censorship killed the internet we love. Dazu sei noch angemerkt, dass unsere alle (natürlich zuallerst jene von marginalisierten Personen, die nicht cis Männer sind) Freiheiten durch solche Gesetzgebungen eingeschränkt werden. Zuerst sind es die Pornoseiten, dann die Seiten von Sexarbeiter*innen, dann Frauen, die alleine in Bars sitzen oder Sexspielzeuge im Gepäck haben, Aufklärungspodcasts, und so weiter. Der Gedanke ist nicht originär von mir, aber der Tweet, in dem ich das gut zusammengefasst gelesen habe, hab ich mir leider nur inhaltlich gemerkt.

Wer sich für die luxemburgische Pläne zur Cannabislegaliserung interessiert, dem sei dieses Tageblatt-Interview (auf der offiziellen Seite der Regierung!) ans Herz gelegt. Dadrin gibt Gesundheits- und Wirtschaftsminister (Spacecookies UND Spacemining!) Schneider eine erste Einschätzung.

Photo by Mike Ackerman on Unsplash

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