Kabelsalat im Kopf

Als ich versuchte, meine Gedanken zu Sortieren

Verteilerkästen, vor denen sehr viele Kabel auf dem Gehsteig liegen.

Vielleicht möchte ich zum Ziel haben, mit 40 Jahren so herumzulaufen, dass mich alle für einen Zauberer halten. Allerdings habe ich nicht wirklich viel Vertrauen in mein Stilgefühl, und ich weiß nicht, ob ein knappes Jahrzehnt dafür ausreichen, eins aufzubauen. Vielleicht möchte ich wieder mehr Mangas lesen. Leider ist das ein teures Hobby, aber im Gegensatz zu meiner „wir hatten ja nichts“-Jugend habe ich das Gefühl, dass es mir heute zumindest ohne Probleme möglich wäre, an die Bücher heranzukommen. Wobei ich da vielleicht auch Dinge schlimmer erinnere, als sie tatsächlich waren.

Die Müdigkeit, die ich seit November mit mir herumschleppe, vergeht übrigens auch dann nicht, wenn ich den ganzen Tag nichts tun muss, genug schlafe und einen gesunden Lebensstil pflege. Das ist genauso beruhigend wie beunruhigend, aber immerhin kann ich dem Wetter, der Dunkelheit und den Jahreszeiten die Schuld geben. Vielleicht muss ich doch einer dieser Menschen werden, die einfach den Winter auf Bali verbringen und sich „digitale Nomaden“ nennen. (Das ist ein Scherz. Ich könnte mir das nicht leisten, hätte zu viel Angst es mir zu leisten und bin außerdem der Meinung, dass das sicherlich keine gute Idee für die Menschen auf Bali ist, wenn dort ständig Europäer*innen herumhängen und „digitale Nomaden“ spielen und sich selbst finden.)

Ich muss irgendetwas mit meinen Haaren machen, und ich vermute dass es heißt, mir wieder einen Side/Undercut zu rasieren und die restlichen Haare in einer grellen Farbe zu färben. Ich habe quasi ein Jahr lang auf Pressekonferenzen oder generell auf der Straße ein Cap getragen, weil „mit einer grellen Haarfarbe auffallen“ mir irgendwie unangenehm war. An dem Tag nach meinem 31. Geburtstag dachte ich dann „Scheiß drauf, du bist jetzt 31, du kannst jetzt auch ohne Cap herumlaufen und auffallen.“ Mit Anfangdreissig schon Altersstarrsinn zu haben ist ja auch irgendwie eine Leistung.

Seit Jahren steht „Mehr Malzbier trinken“ auf meiner To-Do-Liste, und ich schaffe es viel zu selten. Malzbier ist großartig.

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