weekend reading (4)

Als ich mal wieder (vor allem meine eigenen) Sachen verlinkte.

Es ist Freitag, das heißt ich will euch wieder mit Links beglücken. Das ist vor allem so, weil ich bis gerade eben an der neusten Episode von „irgendwas mit meta“ geschnitten habe. Ich weiß nicht genau warum, aber dieser Podcast braucht oft sehr lange Zeit für die Postproduktion. Etwas, was unter der Woche ziemlich schwierig ist, wenn ich am Abend nochmal zwei Stunden am Stück dazu komme, bin ich oft genug so abgelenkt, dass ich wenig weiterkomme. Vermutlich liegt es aber auch daran, dass ich enorm perfektionistisch bin und versuche, ein möglichst flüßiges Gespräch nachzubilden und auch so gut wie jedes „Äh“ und jede Sprechpause herausschneide. Und den ganzen Quatsch, den Katja und ich dazwischen reden, sowieso.

Auf jeden Fall: Die neuste Episode heißt die Aubergine des Teufels und ist ab sofort online. In unserem Popkultur-Teil reden wir über Barthaare, neue Emojis, Ted Bundy, Russian Dolls und Beautiful Boy. Bei Bojack geht es um die Episode, in der das „D“ des Hollywood-Zeichens geklaut wird, und beim Käse widmen wir uns dem Ofenkäse. Den Podcast könnt ihr übrigens auch bei soundcloud, spotify und Apple Podcasts abonnieren.

Diese Woche habe ich bei der woxx gleich zwei Artikel für die Printzeitung fabriziert, nämlich einmal das Editorial über die Pünktlichkeitsstatistiken der luxemburgischen Bahngesellschaft CFL und die Reaktionen darauf. In Pünktlichkeit ist ein Bauchgefühl habe ich das Phänomen untersucht, das mich schon länger stört: Aus einem guten Reflex, nämlich dem des kritischen Medienkonsums wird verschwörungstheoretisches Denken, das auf „Die lügen doch eh alle“ hinauslauft und niemanden mehr hilft. Oder halt dazu führt, dass einem schlecht recherchierten Text eher geglaubt wird, weil er die eigenen Vorurteile bestätigt.

Mein zweiter Text beschäftigte sich mit den künftigen Baustellen im Großherzogtum, denn am Dienstag bewilligte das Parlament 33 große Infrastrukturprojekte.

Ansonsten habe ich mir diese Woche notiert: Eins der merkwürdigsten Interviews ever, weil der Philosoph ständig sagen muss „nein das kenne ich nicht“ und verzweifelt versucht, dennoch was zu sagen – und die Frage in der Headline eigentlich überhaupt nicht beantwortet. Philosopher Nick Bostrom on Whether We Live in a Simulation.

Zwei Texte über das Schreiben, die schon länger als offene Tabs herumschwirren: Rhetorik des Hashtags von Berit Glanz, der ich sehr gerne auf twitter folge und The Trouble With Talking, in dem Kartin Passig sehr genau beschreibt, was eigentlich so toll an geschriebener Kommunikation ist und wieso Sprechen nicht unbedingt etwas für alle Menschen ist.

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