Das Mahnmal

Als ich ein Mahnmal erschuf

Foto des Monoliths im norwegischen Vigeland Park, der aus ganz vielen menschlichen Körpern besteht.

Es gibt diesen Punkt, bis zu dem sich die Dinge verschlechtern, und dann passiert etwas und die Sonne scheint und alles wirkt wieder viel besser. So ein Tag war heute, auch wenn gestern schon die Sonne schien und eigentlich nichts bemerkenswertes passiert ist. Google Play Music, das ich mehr aus einer Verlegenheitslösung heraus benutze, kann übrigens erstaunlich gute „Zufallsmixe“ produzieren. Wollte ich nur mal irgendwo notiert haben, bevor ich es wieder vergesse.

Aber nicht alles war gut: Ich tippte einen Text. Eigentlich waren es nicht viel mehr als zwei Zeilen, die auch noch nicht sonderlich gut waren. Sie handelten von dem Wunsch, ein großartiges Epos zu schreiben, und von dem Wunsch, ein kleines, filigranes, detailliertes Kunstwerk, eine Miniatur, zu erschaffen. Als dieser Gedanke noch nicht ganz abgeschlossen war, musste ich aufs Klo, kam wieder und schloss das offene Dokument, ohne es zu speichern. Warum auch immer. So etwas passiert mir eigentlich so gut wie nie.

Dieser Text ist das Mahnmal für den anderen Text, der nie zustande kam. Möge er dunkel und steinern und glänzend und mahnend sein.

Foto: CC-BY-SA Nickrds09

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