Merkwürdig

Als mir alles merkwürdig vorkam

rote Ziegelmauer, auf der Graffiti und Streetart ist. Prominent ist ein rundes Streetart-Ding, das einen stilisierten Vogel in einem Dreieck darstellt.

Es ist so merkwürdig, wie sich Dinge, die immer noch relativ neu sind, sich trotzdem schon so bekannt anfühlen.
Es ist so merkwürdig, wie warm ein Tag im Februar sein kann und wie wenig ich mich erinnern kann, wie heiß und sonnig die Februartage letztes Jahr waren oder ob diese unglaublich schlimm kalten zehn Tage vielleicht nicht doch auch im Februar waren? (Ich habe nachgeschaut, der Februar 2018 war in Luxemburg sehr kalt.)
Es ist so merkwürdig, wie ich mich immer noch nicht an den „neuen“ Haarschnitt gewöhnt habe.
Es ist so merkwürdig, dass es nicht mehr so lange dauert, bis ich genauso lange erwachsen bin wie es gedauert hat, bis ich erwachsen wurde.
Es ist so merkwürdig, wie unterschiedlich lange Pakete vom großen bösen Internetversandhandel zu mir brauchen.
Und es ist noch viel merkwürdiger, wie schnell das in dem Land geht, in dem ich mal gewohnt habe.
Es ist so merkwürdig, dass ich mich tatsächlich auch nach einem langen Tag, an dem ich in viel zu kurzer Zeit viel zu viele Zeichen schreiben musste, hinsetzen kann und einen Blogeintrag in die Tastatur tippen kann, auch wenn das Format zugegebenermaßen nicht sehr anspruchsvoll ist.
Es ist so merkwürdig, auf der Welt zu sein und zu atmen und all dies.
Es ist so merkwürdig, dass mir alles so merkwürdig vorkommt.

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