weekend reading 6

Als ich mal wieder jede Menge Links postete

eine Zeitung

Ich habe gerade mit Erschrecken festgestellt, dass meine Linkliste verschwunden ist. Also der Tiddler in meinem tiddlywiki in dem ich alle Links gesammelt habe, ist weg. Das mag jetzt nicht die beste Werbung für tiddlywiki sein, aber normalerweise funktioniert das sehr reibungslos und über mehrere Geräte bei mir, außerdem benutzte ich sicherlich nur ein Viertel der Funktionen. Wer damit leben kann, eine html-Datei in einer Dropbox zu benutzen, hat sicherlich auch weniger Probleme und kann sein ganz persönliches Wiki bzw. den ganz persönlichen Zettelkasten auch digital führen.

Für die woxx habe ich diese Woche zuerst über die schienenlose Supertram, die zur Zeit durch social media tuckert und Begeisterungsströme auslöst, geschrieben. Mich nervt der Hype um einen Bus, der ein wenig wie eine Tram aussieht, nämlich ziemlich, weshalb ich versucht habe, das Potential der Technologie ernsthaft zu bewerten. Der Artikel in der Printausgabe handelt über das Thema Klimaflüchtlinge. Das klingt zwar noch ein bisschen wie Zukunftsmusik, wird aber tatsächlich seit den 1980er Jahren diskutiert, und es gibt unglaublich viel Material dazu. Ich weiß nicht, ob das ein Zeichen guter Recherche ist, aber das war mal wieder so ein Thema, wo ich vermutlich noch eine Woche dran arbeiten und einige Seiten mehr hätte schreiben können.

Auf den Mond haben/wollen sie (ich hab‘s nicht ganz verstanden) jetzt die ganze englische Wikipedia und noch ganz viele andere Dokumente, eingelasert in Metal-Scheiben schicken. Das liest sich super spannend, und es gibt auch ein Whitepaper dazu auf dieser Seite. Und die Idee, mal so ein Backup der wichtigsten Sachen außerhalb der Erde anzulegen, finde ich sehr schlau. Ob es bald Cloud-Speicher in der Umlaufbahn geben wird?

Es ist ja immer spannend, einen Blick von „außen“ auf etwas zu haben, und auch wenn ich Counterpunch oft etwas merkwürdig finde, ist dieser Bericht über die Menschen im Hambacher Forst doch ziemlich interessant, weil er eben ein Blick von Außen ist: The Rigors of Organizing: On the Road with the German Climate Resistance.

Ich bin kein Experte in UK-Politik und wage mich deswegen selten an große Urteile, aber das Chaos um den Brexit wirkt auf mich mit jeder Meldung absurder. Diesmal geht es um Paletten, die nach einem hard brexit einfach fehlen könnten. Paletten.

Es gibt Menschen, die für sich privat echte Dinosaurierfossilien kaufen. Ich weiß nicht genau, warum eins das tun sollte, außer dass es halt ganz schön cool ist. Aber wer sich das leisten kann und dabei auch noch ein Problem für Museen schafft, die sich das nicht mehr leisten können, könnte sich doch auch einfach eine Kopie hinstellen, das würde doch eh niemand merken? Dinosaur fossil collectors ‘price museums out of the market’ meldet der Guardian, der mir passenderweise auch diese lustige Meldung über Nicolas Cage anzeigte.

Weiter in Sachen Museen: Digitale Kunstwerke sind gar nicht so einfach zu erhalten. Vor allem nicht dann, wenn es um Webkunst der späten Neunziger geht, die ganz spezielle, oft heute nicht mehr verfügbare Technologie voraussetzt. Wie das geht, darum handelt dieser Podcast.

Ich hab‘s mir noch nicht angesehen, aber es kam mit viel Lob: Es gibt jetzt eine Youtube-Serie zum Thema „besser rollenspielen“ von Amy Vorpahl.

Was das hier genau ist, weiß ich nicht. Aber eins kann im Browser durch Mario Kart-Level durchlaufen. Warum auch immer das im Browser geht und warum auch immer eins das tun sollte.

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