weekend reading 7

Als ich das gleiche tat, was ich jeden Freitag tue …

Klimademonstration in Luxemburg. Die Spitze der Demo ist zu sehen, junge Menschen tragen ein Transparent mit der Aufschrift "Youth for Climate Luxembourg". Im Hintergrund sind viele Schilder zu sehen.

Es ist mal wieder Zeit für Links! Angefangen mit meinen eigenen Artikeln, weil ein bisschen Cross-Promotion ja nicht schaden kann. Außerdem hat sich noch nie jemand beschwert, was ja immer das beste Signal dafür ist, dass alles glatt läuft. Ich hätte jetzt gerne so etwas geschrieben wie „Ich war heute das erste Mal als Journalist auf einer Demo“, aber das erste Mal als Journalist auf einer Demo war ich im Dezember 2004.

Also: Ich war heute auf der Global Strike For Climate-Demo in Luxemburg, wo ca. 15.000 Menschen waren. Natürlich gibt es bereits Menschen, die diese Zahlen bestreiten, aber ich würde wirklich nicht davon ausgehen, dass es weniger als 10.000 waren, einfach weil die Demonstration echt lange war, der Endplatz (der eigentlich 10.000 fasst) schon sehr gefüllt war, als immer noch Leute nachströmten, usw. Natürlich kann eins ein Standbild nehmen und Personen darauf zählen, aber das ist dann doch eher eine zweifelhafte Methode. Auf jeden Fall: Ein paar Fotos hab ich auch gemacht. Und für die Print-woxx, die heute herauskam, habe ich einen Artikel über die luxemburgische Bewegung geschrieben:Demonstrieren geht über Studieren.

Ein anderes Thema, das mich diese Woche beschäftigt hat, ist der wirklich etwas wunderliche Konsens der luxemburgischen Parteien zum Thema Urheberrechtsreform. Überaschenderweise sind nämlich nun auch Konservative und Liberale gegen die Reform und haben angekündigt, im Europaparlament dagegen zu stimmen. Ich habe mich gefragt, was das für die Netzpolitik in Luxemburg heißt: Ausgefiltert.

Kurz zurück zum Klima: Ähnlich wie der berüchtigte Verspätungsschal gibt es nun einen Climate Sweater. Der sieht ziemlich cool aus. Ich mag den Fakt, dass diese ziemlich verständliche Visualisierung des Klimawandels auch das Logo der Scientists for Future ist.

Die NYT hat eine spannende Zusammenstellung aktueller Songs geschrieben: The 25 songs that matter right now. Darunter übrigens auch eins meiner Lieblingsthemen: Baby Shark.

Auf twitter ist mir dieser Thread, der mit der Prämisse, am Anfang eines jeden naturwissenschaftlichen Studiums müsse „an entire semester-long class on The Challenger disaster“ stehen anfängt und ziemlich ausführlich nicht nur eben die Challenger-Katastrophe erklärt.

Dinosaurier mit Federn sind mittlerweile so halbwegs anerkannt, aber einen T-Rex mit Federn ist mir noch nicht untergekommen. Also, bis ich auf T. Rex Like You Haven’t Seen Him: With Feathers stieß, denn da gibt es nämlich Bilder. Ich bin ja für ein Jurassic Park-Remake, in dem sie die Computerdinos durch Computerdinos mit Federn austauschen. Bis dahin müssen wir uns mit FyreFestivalxJurassic Park zufrieden geben.

Noch ein Twitter-Fundstück: THE ETYMOLOGY OF COFFEE ist ein guter Überblick darüber, was eigentlich in welchem Kaffee ist. Falls eure Hände sich auch immer in euren Bambus-To-Go-Becher verkrampfen, so bald ihr euch im Kaffeeladen etwas aussuchen sollt: Das hier hilft. Vielleicht.

Das Flugzeugunglück in Ethiopien ist mittlerweile schon fast wieder aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden, vielleicht auch weil die Nachrichten über den Flugzeugtyp und Neuseeland dominieren. Auf jeden Fall ist The Western Erasure of African Tragedy ein wichtiger Beitrag über ein Thema, das zwar immer wieder erwähnt, aber kaum ernsthaft behandelt wird.

Raben sind für mehr tote Schafe verantwortlich als Wölfe. Das ist kein neuer Artikel, aber mich hat die Information überrascht. Spannend, dass dieser Fakt in der öffentlichen Diskussion einfach nie eine Rolle spielt, die Idee vom Monsterkillerwolf aber einfach immer noch lebendig ist.

Noch nicht gelesen, aber der Titel ist so vielversprechend, dass ich euch es nicht vorenthalten kann: How Dolphins on LSD Shaped the Search for Extraterrestrial Intelligence. Damit einen schönen Start ins Wochenende.

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