weekend reading 8

Als ich wieder Links postete

Auf der heutigen woxx war am Cover ein Bild eines Demoschildes von der Klimawoche letzter Woche. Leider nicht, weil wir uns nochmal mit der Demo an sich befasst haben, sondern weil es in Luxemburg auf sozialen Netzwerken viel Aufregung und Diskussion um eben dieses Schild gab, denn auf dem „Fuck me, not the planet“ stand. Das eine junge Frau hielt. Wie ihr euch vorstellen könnt, reichte die Diskussion von Sorge bis hin zu „lustig“ gemeinten Vergewaltigungsaufrufen. Meine Kollegin Tessie Jakobs hat das alles aufgedröselt und erklärt, warum die ganze Diskussion großer Topfen ist: „Fick mich, nicht den Planeten“. Über das Phänomen haben wir heute auch im Podcast der woxx geredet (auf Luxemburgisch): Féck mech, net de Klima.

Ich selbst habe diese Woche vor allem online-Artikel geschrieben, nämlich einmal über die umstrittene Urheberrechtsreform, gegen die sich nochmal vier luxemburgische Jugendparteien ausgesprochen haben: Jugendparteien gegen Copyrightdirektive. Außerdem baut Luxemburg jetzt eine Mauer – oder halt nur einen Zaun. Der ist nicht so lang wie das, was Trump plant, sondern lediglich acht Kilometer. Außerdem geht‘s nicht darum, Migrant*innen fernzuhalten, sondern Wildschweine: Acht Kilometer Zaun gegen die afrikanische Schweinepest.

Noch was zur Urheberrechtsreform: In diesem Video nehmen Youtuber Rezo und der Anwalt Christian Solmecke die beliebtesten Argumente der Artikel 13/17-Befürworter*innen auseinander.

Diese Woche hab ich auch einige Links zum Attentat von Christchurch gesammelt. Einerseits diese Analyse des Manifests vom Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands, die das Weltbild des mutmaßlichen Attentäters gut erklärt, andererseits dieser Artikel über Shitposting, Inspirational Terrorism, and the Christchurch Mosque Massacre. Außerdem diese spannende Recherche, die auf T-Online erschien und Verbindungen zu den „Identitären“ nahelegte: Christchurch-Attentäter reiste Kreuzrittern nach.

Und hier nocheinmal was zu meinem ewigen Thema Luftqualität: Kobuk zeigt „Die Anstalt“ und Mario Barth im direkten Videozweikampf und zeigt so sehr gut, wie unterschiedlich gut Satire sein kann. Verwandt, weil es auch um Umwelt geht: Die Taz hat in Greta Thunberg und Atomkraft – Wie viel CO2 macht eine Nebelkerze? mal erklärt, was es mit den „Greta ist Atomkraft-Fan“-Argumenten auf sich hat.

Hier noch ein spannender Beitrag von Radio Blau, nämlich ein Gespräch mit Theresa Ingendaay von der DeliverUnion in Leipzig, die sich für bessere Arbeitsbedingungen bei Fahrradlieferdiensten einsetzt.

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