Die Sprachlosigkeit

Als meine Nase lief und mein Hals kratzte.

Fünf Kühltürme eines Stahlwerkes nebeneinander. Nur die Spitzen sind zu sehen, davor steht eine graue Wand, davor ist ein Geländer zu sehen. Im Hintergrund blauer Himmel und einige Wolken.

Ich bin sprachlos. Meine Nase läuft, mein Hals kratzt und es nervt mich. Es hält mich vom Denken ab, lenkt meine Gedanken in Richtungen, in die sie nicht gehen sollten. Dabei hab ich mich heute morgen schon viel besser gefühlt und dann hab ich mir ein großartiges Linsencurry gekocht, das eigentlich alles wegwischte. Aber auch das hielt nicht lange an.

„Alles in meinem Leben ist ein Provisorium!“, dachte ich einmal, sehr wütend über mich selbst. Mittlerweile glaube ich, dass das ganze Leben ein einziges Provisorium ist. Ewigkeit ist eine Illusion, die Wahrheit heißt Erosion.

Vielleicht muss ich einen Tee trinken mit Honig. Das wird sicherlich helfen, auch wenn ich eigentlich nicht so ganz daran glaube und noch immer nicht weiß, ob ich Honig denn jetzt wirklich mag.

Hier steht in der Regel ein Satz, der die drei vorherigen Abschnitte zusammenbindet wie einen Sonntagsbraten, aber ich habe in meinem ersten Satz nicht gelogen.

3 Kommentare “Die Sprachlosigkeit

  1. Pingback: Die Vögelepisode | enjoying the postapocalypse

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *