Die Verständnislosigkeit

Als ich mich selbst nicht verstand

Bahnschienen im Sonnenuntergang

Manchmal verstehe ich mich selbst nicht. Das ist nicht ganz richtig. Ich verstehe mich meistens selbst nicht ganz. Aber es gibt diese Momente, in denen ich komplett ratlos gegenüber meinen eigenen Entscheidungen bin.

Ich weiß ganz genau, wie unangenehm lange die Fahrt mit diesem merkwürdigen Bus ist, dass sie sich durch Wohngebiete zieht und schier endlos scheint. Und dann setz ich mich auch noch mit meiner Jacke neben die Heizung und beschließe, dass ich sie nicht ausziehen kann, weil es jetzt ja bereits keinen Sinn mehr ergibt.

Und so leide ich in dem Bus in meiner Jacke neben der Heizung, die auch für diese Jahreszeit zu sehr heizt. Ich fühle mich zu faul, um irgendetwas an der Situation zu ändern. Und so sehr ich mich über mich selbst ärgere, so sehr weiß ich auch, dass jede Alternative genau schlecht und unbefriedigend gewesen wäre.

Mein Leben: Ein Paradebeispiel für Catch-22, eine Zwickmühle zwischen Zwischenmühlen. Zumindest fühlt es sich manchmal so an, auf betrunkenen Busreisen an Donnerstagabenden.

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