Das Sehnen

Als ich mich sehnte.

Ich sehne mich nach dem magischen Datum, das Freiheit verspricht wie nach dem Meer. Eine Dreiviertelstunde über die Schotterpiste nach unten klettern, bis der Lärchenhain endlich Schatten spendet und die Bucht freigibt, die meist menschenleer ist und mir fünf Wochen lang Badewanne war. Ich schaue nicht in den Spiegel, weil ich nicht wissen will, wie meine Augenringe aussehen, was meine Haut zur politischen Großwetterlage sagt und ob es immer eine so gute Idee ist, so oft zuzusagen.

Andererseits bereue ich das Absagen oft schon, während ich noch rede. Alle Möglichkeiten auf diesem Planeten sind eine Qual, die manchmal bedeuten, nicht an den See zu können, der mir so oft wie ein kleines Meer schien.

Vielleicht ist das auch das Meer, nach dem ich mich sehne.

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