Die Unzufriedenheit

Als ich nichts gut fand.

Baumkronen und Wolken, vor dem ganzen eine Oberspannungsleitung

Dieses eine social media-Ding, das ich mal mochte, weil es ruhig war, weil die Leute schöne Fotos von netten Dingen posteten, es hat sich so verändert. Ich sehe vor allem Memes, die ich auch sonstwo sehe und es strengt mich an, den Leuten dabei zuzusehen, wie sie so viele Dinge an einem Tag machen, die ich in einem Monat schaffe. Vielleicht könnte ich auch so ein Mensch sein, wenn ich mir mehr Mühe geben würde. Und vor allem daran denken würde, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Fotos zu machen.

Ich stehe im Regen und will mich beschweren über den Regen Ende Mai, aber dann hört es auch schon wieder auf zu regnen und ich stehe da und kann mich nicht einmal beschweren. Die Menschen sind gar nicht so schlimm, vom Straßenrand aus betrachtet.

Zwei Wochen lang bin ich super früh mit meinen Texten dran, um dann in der kurzen Woche mit dem Feiertag quasi durchzuhängen. Das ist sicher auch eine Metapher für irgendetwas, aber ich weiß leider nicht wofür. Jeden Tag bin ich unzufrieden mit meinem Ergebnis, jeden Tage sage ich mir, dass es wieder besser werden wird. Vielleicht stimmt das, vielleicht explodiert morgen das Atomkraftwerk ganz in der Nähe, vielleicht bleibt alles so mittelmäßig, wie es ist.

Ein Kommentar zu “Die Unzufriedenheit

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