Der Kulminationspunkt

Als alles kulminierte.

wolken, bäume, bahn-strom-mast

Heute ist der Tag, an den ich mich gesehnt habe. Unter meinen Füßen ein schier unendlicher Horizont, ein Sommer voller Möglichkeiten, die ich alle nicht nutzen werde. Gleichzeitig kommt die geballte Sehnsucht zu zwei Orten, an denen sich mein träger Fleischkörper gerade nicht befindet, zu ihrem vorläufigen Höhepunkt. Ich erinnere mich an eine Nacht, in der Menschen schrieben, dass sie mich brauchen würden und ich mich in die Öffis setzte und zu dieser Party fuhr, die ich schrecklich fand, die ich nicht aushielt. Ich saß berauscht in einem Büro, das nicht meins war.

Am nächsten Tag musste ich aus irgendeinem Grund früh raus – ich erinnere mich nicht, ob ich das geschafft habe oder ob das überhaupt so war. Irgendwann haben einige Menschen ihren Sieg besungen, was ich sehr peinlich fand. Vielleicht war das auch der Moment, in dem ich beschlossen habe, dass es Zeit würde, zu gehen, die Stadt hinter mir zu lassen und auf den Hügel zurückzufahren, auf dem ich die Nacht begonnen hatte.

An den See denke ich nicht. Er ist ausgetrocknet, die Erde ist verbrannt, alles eine ewige Wüste, bin ich mir sicher.

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