Die neue Welt

Als ich Ordnung schaffen wollte.

Die Welt ist so verworren, zwischen Glasbaukästen und Presslufthämmern laufen Tourist*Innengruppen herum, die sich eigentlich nie in dieses Viertel verirren. Und inmitten stolpere ich, denn stolpern ist meine bevorzugte Fortbewegungsart, sie verkörpert mein ganzes Wesen, meinen Zugang zu dieser stofflichen Wirklichkeit, in der zu wandern ich verflucht bin.

Ich möchte alles ordnen, einen Katalog anlegen und jedes Fundstück sauber einkleben und mit einem kleinen Zettelchen versehen. Dann zeichne ich Diagramme, Schaubilder, damit alle Verbindungen klar werden und Poesie überflüssig. Und später richte ich eine neue Ordnung ein, aus Beton und Bambus, mit Bächen aus unbekannten Körperflüssigkeiten, die zu gigantischen Stauseeen fließen. Die Staumauer ist gleichsam das Ende der Welt, der wahre und einzige Abgrund, an dem ich mich abseilen kann.

Am unteren Ende drehe ich eine Glühbirne ein, die einzige und letzte im Universum, Leuchtturm für alle, die uns meiden wollen. Aber wer würde diese neue Welt, dieses geordnete und neue Paradies, noch meiden wollen?

Dabei war ich schon beim Anlegen von Hebarien völlig unzureichend.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *