weekend reading 19

Als ich Links postete. Wie überraschend an einem Freitag.

eine Zeitung

Ich habe mich diese Woche vor allem mit der Europäischen Investitionsbank beschäftigt. Eins dieser Themen, auf denen ich schon länger saß und irgendwann entnervt alle Tabs dazu geschlossen hatte, weil der Moment vermutlich eh nie wirklich kommen würde. Dann kündigte sich ein Protest in Luxemburg vor dem Hauptgebäude der EIB an, und ich zimmerte Den Wandel finanzieren, in dem ich die Widersprüche der Finanzierungspolitik aufzeigte. Vermutlich hätte ich noch ein paar Seiten darüber schreiben können, aber das Gefühl hat eins ja häufiger. In unserem Podcast habe ich auch darüber gesprochen (auf Luxemburgisch) und dann war ich heute morgen bei der angesprochenen Protestaktion. Die war viel kleiner als die „Youth for Climate“-Proteste der letzten Monate, aber durch den Einsatz von Gesang nicht weniger gänsehautauslösend.

An dieser Stelle sei dann nochmal auf die neuste Episode von „irgendwas mit meta“ hingewiesen, die letzten Sonntag erschien. Ich glaube, es ist bisher tatsächlich unsere lustigste Episode geworden.

Es gibt viel Literatur über bzw. von Neonazi-Aussteiger*innen, die oft aber nicht sonderlich gut sind und vor allem darauf abzielen, möglichst schockierend zu sein. Das Interview Von einem, der auszog, ein Nazi zu werden beschäftigt sich mit einem Aussteiger, der eine sehr spannende Analyse macht, gerade auch in Bezug auf die aktuelle politische Situation.

Auch ein Interview, und auf merkwürdige Weise erschreckender: Ein reicher Prediger aus den USA wird auf seinen Reichtum und seinen Privatjet angesprochen und liefert … merkwürdige Antworten. Bewunderswert ist vor allem die Journalistin, die nicht locker lässt.

Eine berühmte Illustration des Naturforschers Alexander von Humboldt wurde falsch interpretiert. Die NZZ erzählt die Geschichte, und was das eventuell für die Klimaforschung bedeuten könnte.

Ich beschäftige mich ja viel weniger mit Webdesign, als ich das früher gemacht habe, aber ich find das Thema immer noch spannend. Es gibt mittlerweile einen Test für Barrierefreiheit namens „Lighthouse“ von Google. Und der ist aber nicht ganz so aussagekräftig, wie eins vielleicht meinen würde, wie Building the most inaccessible site possible with a perfect Lighthouse score beweist.

Wenn Menschen mit neuralen Netzen herumspielen, kommen meistens lustige Dinge heraus: Once again, a neural net tries to name cats ist eins der besten, die ich bisher gesehen habe. Und wenn wir schon beim Thema sind: runwayml sieht richtig spannend aus. Aber auch ein klein wenig scary.

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