Die Perfektion

Als mir eine Widmung peinlich war.

einen Sternenhimmel, ein sehr hübscher.

Am Morgen sehe ich ein Buch, das ich mal verschenkt habe, voller Hoffnung. Die Widmung, die ich damals reingeschrieben habe, ist mir unglaublich peinlich, auch nach all diesen Jahren noch. Durch einen Zufall finde ich ein Datum wieder, das sich morgen jähren wird. Es sind dann dreizehn Jahre, was ich für eine unbegreifliche Zeitspanne halte.

Aber in Wirklichkeit ist mir alles unbegreiflich, was damit zu tun hat. Niemals hätte ich mir gedacht, dass dieser Moment so unglaublich kitschig werden würde, niemals hätte ich mir den See und den Mond und die Sterne dazugeträumt. Eher ein schmutziges Klo in irgendeinem Club, in dem ich mir beim Tanzen vorstellen würde, in einem besseren Club zu sein, so wie ich das immer tue. Im Nachhinein ist alles merkwürdig, vor allem meine Reaktionen.

Aber ich würde nichts ändern, so wie ich nie etwas ändern würde, weil sonst könnte ich nicht hier sitzen und diesen Text schreiben. Vielleicht wäre ich einen Tag länger geblieben, nur um mir zu wünschen, einen Tag länger geblieben zu sein, in diesem anderen, späteren Sommer. Und ich wäre zum Bahnhof gekommen, natürlich, was ist das denn für eine Frage?

In meiner Nase immer noch der Geruch von Sanddorn.

Photo by Sindre Strøm from Pexels

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