Die Retrospektive

Als ich an ein gebrochenes Herz dachte.

Ich ziehe in den Kampf mit mir selbst. Wie immer brauche ich viel zu lange und beginne erst, als es schon weh tut. Ich bemitleide mich selbst, auch wenn es nichts hilft, aber ich kann auf sonst nicht viele zählen, die mit mir leiden könnten. Vor allem schwingt in diesem Gefühl ja doch immer das Wissen mit, dass eins selbst nicht betroffen ist, dass eins sich nicht plagen muss und sich heimlich darüber freut.

Vor drei Jahren ging ich auf die Pride, mit Glitzer im Bart und mit gebrochenem Herzen. Und ich postete den Anfang eines Gedichtes, das mich ohnehin schon lange begleitet und zu dem Glitzer passte:

All that is gold does not glitter,
Not all those who wander are lost

Das stimmte mich melancholisch, es passte zu meiner Situation. Ich fragte mich selbst, ob ich vielleicht nicht doch einer jener Personen sei, die herumwandern und gerade deswegen verloren sind. Und heute, drei Jahre später, sehe ich das Bild und ich sehe den Text und wieder einmal lese ich das Gedicht ganz und entdecke da zwei weitere Zeilen, die mir damals verborgen blieben:

From the ashes, a fire shall be woken,
A light from the shadows shall spring

Rückblickend war das sehr richtig und sehr gut. Da brauche ich nicht einmal mehr eine Krone.

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