Das Bröckeln

Als ich nicht in den Abgrund starrte.

Jeden Tag bröckelt ein Stück Grundvertrauen in alle Menschen um mich herum weg, ich halte mich beinahe nur noch an mir selbst fest. Dabei steht auch ich am Abgrund, der beständig errodiert. Ich kann nicht runterschauen, denn ich habe etwas Höhenangst, die sich vor allem darin manifestiert, dass meine Brille mir von der Nase fallen könnte (und ich ihr hinterher).

So sehe ich nicht hin, sondern schaue nur den einzelnen Steinchen zu, die Richtung Abgrund rollen, von einer wie auch immer gearteten Kraft angetrieben. Ich erinnere mich wieder an P., durch ein Foto, das irgendwo noch in irgendeinem Chatverlauf schlummert und weiß nicht, wie ich das finden soll. Alles daran macht mich wütend, und gleichzeitig habe ich nicht einmal mehr Lust, wütend zu sein. Da ist immer noch die Sache mit dem T-Shirt, aber daran möchte ich noch viel weniger denken. Es bröckeln viel größere Steine ab, kullern bis zur Kante, an der ich stehe und fallen in den Abgrund. Bald werde auch ich fallen.

Ich würde mir ja den Sonnenuntergang anschauen, wenn er denn Linderung versprechen würde.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *