weekend reading 22

Links, aber diesmal am Sonntag.

eine Zeitung

Ich war diese Woche mit sehr viel Orga-Kram und einer Praktikantin beschäftigt, so dass ich nicht sehr viel selbst geschrieben habe. Eine Kurzmeldung über ein Luftqualitätsurteil des EuGH und einen Text zu neuen Petitionen im luxemburgischen Parlament war aber dennoch drin. Und dann bin ich diese Woche in gleich drei Podcasts zu hören: auf der Arbeit haben wir über Armut in Luxemburg geredet, im luxemburgischen Sexpodcast über Musik beim Sex und bei irgendwas mit meta über Regenbögen und Kampfroboter.

„Logisch“ und „rational“ sind die Lieblingswörter eines bestimmten Menschenschlags, die zwar aus verschiedenen Richtungen kommen, jedoch in meinen Augen einige Dinge gemeinsam haben: Maximale Unsympathie, die Weisheit mit der Baggerschauffel gefressen und eigentlich wenig Verständnis davon, was für Konzepte sie da eigentlich heraufbeschwören. The magical thinking of guys who love logic erklärt ganz gut, dass es bei der Heraufbeschwörung von „Logik“ und „Rationalität“ oft nur darum geht, das eigene Bauchgefühl als die große Wahrheit zu proklamieren und sich gegen Gegenargumente zu immunisieren.

Schöne Geschichte: Dr. Marijuana Pepsi Won‘t Change Her Name ‚To Make Other People Happy‘. Die Frau mit dem etwas ungewöhnlichen Namen hat eben ihren PhD gemacht.

Nochmal was zu Evangelion: How “Neon Genesis Evangelion” Reimagined Our Relationship to Machines schreibt der NewYorker. Ich frage mich ja, warum sie die halbe Serie spoilern, um dann den wichtigsten Punkt wegzulassen. Also, ich finde es absolut angemessen, eine über 20-jährige Serie zu spoilern, aber ich verstehe nicht immer, warum eins dann so selektiv damit ist.

“Which Button do I have to press if I want to play Europe?” Imaginationen der europäischen Integration im digitalen Spiel macht eine Zusammenfassung jener Spiele, in denen die EU als Akteurin oder Thema vorkommt und fragt sich, warum es eigentlich so wenig Spiele gibt, in denen das politische Leben innerhalb der Union überhaupt ein Thema ist.

Die Vice schreibt in This Horrifying App Undresses a Photo of Any Woman With a Single Click über eine neue App (bzw. ein Programm) das mittels der gleichen Technik wie „DeepFakes“ dazu benutzt werden kann, Fotos von Frauen dahingehend zu manipulieren, dass sie nackt sind. Der Entwickler, der angeblich nur „mit Technologie spielen“ wollte, hat das Programm mittlerweile zurückgezogen. Widerwärtig.

Wer mit seiner Katze nicht nur spielen will, sondern dabei auch etwas für die Wissenschaft machen will, kann das bei catsdoscience.com tun.

Bisschen Computer- und Urbanitätswissenschaft: How to Generate a Thousand Master Plans: A Frameworkfor Computational Urban Design. Muss zugeben, dass ich das nur überflogen habe, aber es sieht spannend aus.

Ein guter und spannender Text namens Nicht stören!? Über Kritik an Identitätspolitik und postmodernen Theorien über Identitätspolitiken und Postmoderne, die ja von vielen Teilen der Linken gerade sehr gerne kritisiert wird, habe ich via Berit Glanz‘ Twitter entdeckt. Er befindet sich in der Mitte bzw. am Ende des PDFs.

Das Nachdenken über Identitätskonstruktionen ist notwendig und unaufhebbar ambivalent: Machtverhältnisse, die über Stillstellung und Segregation funktionieren, müssen analysiert werden sowie ihre individualpsychologischen, leiblich-materiellen und ökonomischen Effekte beschrieben werden. Die Beschreibung ist aber auch eine Aufforderung zur Veränderung, zur dekonstruktiven Durchquerung.

Nicht stören!? Über Kritik an Identitätspolitik und postmodernen Theorien, Andrea Geier

Die Vengaboys haben ihre größten Hits unplugged aufgenommen. Natürlich auch We‘re Going To Ibiza!.

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