Die Dämmerung

Als ich in das Abendgrauen starrte.

Die Dämmerung ist ein magischer Ort. Ich kann kaum genug kriegen von der Veränderung der Farben, viel zu spät im Tag, die sich über mir breitmacht. Ich trug heute die kurzen Shorts, weil ich verschlafen hatte, was eigentlich überhaupt nichts erklärt.

Mir ist nicht klar, ob das Blau erst heller wird, um dann dunkler und schließlich Nacht zu werden, oder ob ich mir das einbilde, weil es immer einen Fleck gibt, der heller ist als der Rest des Himmels. Es ist einfach, dies als magische Umgestaltung meiner Umgebung wahrzunehmen. Wesentlich schwieriger ist die Realisierung der Realität, dass ich mich auf einer angenäherten Kugel befinde, die sich mit soundsovielen Kilometern in der Stunde um sich selbst und soundsovielen Kilometern in der Stunde um die Sonne dreht, was im Zusammenspiel bedeutet, dass der Ort an dem ich gerade liege und diese Zeilen tippe, sich unter dem Sonnenlicht weg dreht und sich deswegen der Himmel über mir farblich verändert, obwohl der Himmel natürlich genau der gleiche bleibt.

Langsam wird das Licht der Straßenlampen heller als der Himmel und nichts ist mehr sicher.

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