Das Sandwich

Als ich die Außentemperatur angenehm fand.

Ich verbringe den Tag vor allem mit wohltuendem Nichtstun. Danach bin ich natürlich nicht ganz zufrieden, weil mir irgendeine Aktivität fehlt, der ich Sinn zuschreiben könnte. Obwohl es die natürlich gab, wie die Existenz dieses Textes alleine schon demonstriert.

Alles, was mich davon abhält, dies zu akzeptieren, ist die Abwesenheit eines geregelten Tagesablauf, dessen Höhepunkt ein Besuch bei der Kaffeemaschine ist, über die ich nicht zu sehr nachdenken will.

Ich trete in den Garten, oder eher in den Hof vor den Garten, der aus vier Betonplatten besteht. Der Himmel hat die gleiche Farbe wie der Untergrund, nur strukturierter. Mein Kopf ist immer noch voller Gedanken von dem, was ich sah, was ich sehen wollte, was ich eingesogen habe, so dass meine Gedanken beinahe ein Loch in die betonharte Wolkendecke reißen. Es ist zu meinem Erstaunen sogar etwas wärmer, als ich es vermutet hätte und ich fühle mich sogleich wohl zwischen diesem grauen Sandwich. Ich wünschte, ich könnte diesen Moment weiter auskosten.

Auch diese Textform, die ich als weniger anstrengend und deswegen als weniger wertvoll als ihr vorangegangene Texte erachte, stört mich. Ich habe das Gefühl, lediglich eine Pflicht zu erfüllen statt das zu tun, was das eigentliche Ziel ist: Erleuchtung zu erlangen durch die Beschäftigung mit den eigenen Gedanken.

Die Sonnenstrahlen brechen durch die Wolkendecke.

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