Der Fahrstuhl

Als ich mir selbst Mut machte.

Die Woche wirkt unglaublich anstrengend. Und dann überlege ich mir, was dieses Gefühl eigentlich in mir auslöst, denn wenn ich darüber nachdenke, sind es nur einige Kleinigkeiten und die übliche Angst vor einem großen Text, die meistens ohnehin spätestens dann verfliegt, wenn ich über die Hälfte der Zeichen bin. Ich sollte also optimistisch sein, ich sollte mir den Stein, den ich den Berg hochrolle, als glückliches Fossil vorstellen, ich sollte mutig sein (für mich selbst).

Ich könnte auch einfach den Fahrstuhl statt der Treppe nehmen. Nicht jede Reise muss in den Abgrund gehen, nicht jeder Text muss das manuelle Heraushobeln und Abschleifen einer Marmortreppe in nackten Fels sein. Manchmal reicht auch die Notiz an mich selbst, nett zu mir zu sein und nicht so viel Angst zu haben.

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