Die Fakeschlaflosigkeit

Als ich nicht mehr schlafen konnte

Ich wache kurz vor fünf in der Früh auf und muss unglaublich auf‘s Klo. Ich ahne bereits schlimmes, aber ich weiß, dass ich nicht einfach so gegen meinen Harndrang wieder einschlafen können werde, also mache ich mich auf den Weg, zwei mal eine halbe quietschende Treppe hinunter, zu dem Klo, auf dem ich so lange sitze, dass ich wieder wach werde. Vielleicht bräuchte das Bad doch ein Nachtlicht, dann könnte man auch im Halbdunkeln duschen.

Ich bin frohen Mutes, wieder einschlafen zu können, aber natürlich verbringe ich die nächste Dreiviertelstunde damit, all meine Kissen unbequem zu finden und in jeder Position unmöglich einschlafen zu können. Außerdem fallen mir mindestens dreizehn wichtige Dinge für die nächsten vier Tage ein, die ich auf keinen Fall vergessen darf.

Irgendwann stehe ich auf, trinken den ersten Kaffee, gleich danach den zweiten. Und während das Grau draußen langsam heller wird, genieße ich die Aura der Schlaflosen, die ich – und es ist eigentlich eine Lüge – versprühe.

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