Der Oslobesuch (1)

Als ich inmitten eines Neubaugebietes das Paradies entdeckte

Heute morgen ist mein zweiter Urlaubstag, und ich bin zum zweiten mal um 6 Uhr aufgestanden, also einiges früher als gewohnt. Der Flug (ich weiß, ich weiß!) ging halt früh, und das geht dann halt nicht anders. Immerhin werde ich jetzt die nächsten Tage ausschlafen können. Und das im wunderschönen Oslo.

Gelandet, lustiges Alternative Reality-Geld geholt (Norwegische Kronen haben einen ca. 10-fach höheren Nennwert als Euro, die Scheine haben aber fast alle die gleiche Farbe wie die respektiven Euro-Scheine) in die Stadt gefahren, in der Wohnung gleich mal eine Katze gefunden. Und gemerkt, dass Grønland der Name einer Nachbarschaft in Oslo ist und die Geschäfte hier nicht so heißen, weil sie etwas mit der Insel zu tun hätten. Kurz gechillt und wieder raus in die Stadt, um erstmal in einer Bäckerei was zu essen. Und nicht einmal eine Viertelstunde zu Fuß steht eins am Hafen.

Die Oper ist ein beeindruckendes Gebäude und es ist möglich, darauf herumzulaufen. Rechts daneben wird gerade das neue Munch-Museum gebaut.

Ich frage mich, wie viel mehr Besucher*innen die Oper hat, die einfach nur auf ihr herumlaufen und sich die beeindruckende Architektur anschauen als solche, die auch eine Aufführung ansehen. Und ich frage mich, wie viele Leute schon ins Wasser gerutscht sind.

Die Aussicht auf den Fjord, in dessen Mitte Oslo gebaut wurde, ist sehr beeindruckend. Ein wenig hatte ich das Gefühl, in einer Modelleisenbahn-Landschaft zu sitzen. Danach Vorbeilaufen an vielen vielen Neubauten mit (so sieht es zumindest aus) Luxus-Appartments vorbei, um schlussendlich in einer Art Niemandsland zwischen Baustellen zu landen. Und dort das Paradies zu finden.

Losæter heißt dieser Gemeinschaftsgarten, in dem alle möglichen Gemüsesorten angepflanzt werden, außerdem traditionelle Getreidesorten, aus denen Fladenbrot gebacken wird, von der Flatbread Society. Ich bin mit einem riesigen Grinsen durch den Garten gelaufen. Leider war niemand anwesend, ich hätte gerne für die tolle Arbeit gratuliert (und gefragt, was diese Betondinger sind). Was für ein schönes Projekt.

Danach immer noch grinsend weitergelaufen, viel moderne Architektur gesehen, außerdem Schwäne. Sehr gespannt, was mich die nächsten Tage so erwartet.

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