Der Oslobesuch (2)

Als ich viel herumlief

Endlich mal ausgeschlafen! Oder zumindest so lange, bis die Katze an der Tür kratzte, aber das war halt lediglich so eine kleine Unterbrechnung. Es ging gleich los in den botanischen Garten, der hier um‘s Eck ist. Neben Pflanzen aus aller Welt, Gewächshäusern mit gigantischen Seerosen und dem naturhistorischen Museum gibt es auch einen Wikinger*innen-Garten, der erklärt, was für Pflanzen damals so in Mode und Gebrauch waren.

Nach so viel Botanik war die Lust auf etwas Kulinarik natürlich groß, weshalb der Weg in die Mathallen führte. Das ist ein Indoor-Markt mit vielen Essensständen in einer alten Fabrikhalle Ein paar Meter vor dem Eingang ist ein ziemlich beeindruckender Wasserlauf zu sehen.

Die Mathallen selbst fand ich dann nicht so spannend. Sehr voll (gut, heute war halt auch einfach Samstags?) und daher schwierig, das Angebot einzuschätzen. Generell scheint es in Oslo nicht immer ganz so einfach zu sein, vegetarische Gerichte auf einer Karte zu finden, was mich dann doch etwas wundert (vor allem, wenn ich die große Auswahl an veganem Käse im Supermarkt betrachte).

So kam es, dass ich ein paar hundert Meter weiter den ersten Beyond Meat-Burger meines Lebens aß, nämlich bei Wünderburger. Wie die meisten Dinge in Oslo eher hochpreisig, aber Beyond Meat schmeckt so, wie alle sagen: gruselig nahe an Fleisch (soweit ich mich an Burger erinnern kann). Wäre das auch geklärt.

Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang und einer Tramfahrt fand ich mich dann im berühmten Vigeland-Skulpturenpark, eigentlich ja die „Vigeland-Installation“ (Vigelandsanlegget) im Fronepark, wieder.

Ein sehr merkwürdiges Erlebnis. Die Statuten sind alle monumental, aber es wimmelt natürlich nur so von Tourist*innen, außerdem feierte gerade eine Gruppe Schüler*innen Abschluss (oder es waren Studis, die ihre erste Studiumswoche begossen?) und waren dabei unglaublich laut. Wie immer das Schicksal der Tourist*innen: Das Objekt der Begierde wird durch die eigene Anwesenheit zerstört. Ich würde trotzdem empfehlen, sich den Park anzuschauen. Vielleicht im Februar oder so?

Danach durch das Villenviertel, vorbei an einer berühmten Schule, bis ans Meer und dort den Möwen und Krähen zuschauen, während die Sonne langsam unterging.

Gelaufene Kilometer (grob mit Google Maps geschätzt): 13.

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