Das Himmelreich

Als ich mich aufregte.

Ich bin so wütend, als ich das Büro verlasse, dass ich meine Zigarette schon auf dem halben Weg zum Bahnhof aufgeraucht habe, weil ich sie so wütend rauche. Vielleicht stimmt das nicht ganz, vielleicht werfe ich sie kurz vor dem Laden weg, in dem ich mir neue kaufe. In der Schlange muss ich warten und es ist das erste Mal, dass ich mich ganz kurz beruhige. Immerhin kann ich nicht die Verkaufsperson anschreien, nur weil ich wütend bin. Ich sollte freundlich sein oder zumindest verwirrt und viel zu aufregt, so wie ich es meistens bin, weil mich solche Situationen auch nach Jahrzehnten immer noch nervös machen.

Der Heimweg klappt dieses Mal, ich muss nicht in der Kälte warten, ich muss nicht verzweifelt überlegen, wie ich mir ein Taxi rufen könnte und wie hoch die Chancen wären, dass es Kartenzahlung akzeptieren würde. Da mein Podcast zu Ende ist, muss ich lediglich überlegen, welches Lied ich bis zu meiner Haustür höre, ehe ich dann endlich in mein Bett fallen kann, ehe ich mein Lider schließen und den Ärger vergessen kann. Eine himmlische Aussicht, die ich gleich an der Türkante wieder vergesse.

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