Der Knutschtraum

Als ich von einer Holzterrasse flüchtete.

Ich bin nicht so wütend wie vor einer Woche, ich bin nicht einmal so müde wie die letzten Tage. Ich atme tief ein und schwachbrüstig wieder aus, die Luft ist mir zu kalt, sogar wenn meine eigenen Lungen sie aufgewärmt haben. Ich hatte einen wunderschönen Traum, von dem ich vermutlich noch Jahre zehren werde.

Rumgeknutscht habe ich darin, mit drei verschiedenen Leuten, an die ich mich alle nicht erinnern kann, deren Namen ich nicht mehr weiß, die ich im Traum aber mehr alles andere wollte. Ich kann mich an die Augenfarbe einer Person erinnern: ein helles Grün, beinahe schon türkis.

Kurz durchzuckt mich die Frage, ob ich diese Augen kenne, ob ich diesen Traum kenne, ob er ein düsteres Omen war.

Ich erinnere mich außerdem an eine gigantische Terrasse aus Holz, in einem Baumhaus, das gleichzeitig auch ein Bahnhof war, in dem ich auf das Dach eines Zuges kletterte, um als nicht-zahlender Passagier mitzufahren.

Träume sind merkwürdig. Ich habe aber nichts dagegen, mit einem mit Endorphinen vollgestopften Hirn aufzuwachen und mich zu fragen, warum ich nicht jeden Tag so glücklich aufwache.

Warum eigentlich nicht?

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