Das Lachen

Als ich ausgelacht wurde.

„Du bist nicht P.“, sage ich, ungewohnt mutig. Während ich das ausspreche, wird mir leicht schwindelig, als hätte sich irgendeine Drüse in meinem Gehirn übergeben und mein Nervensystem geflutet. Ich wanke von einem Bein auf das nächste, als müsste ich der Adrenalin-Brandung entgehen.

Es kommt keine Reaktion. Ihr Gesicht ist still, nicht ein Zucken ist zu sehen. Die Kälte wird hingegen immer beißender, und ich weiß nicht genau, ob der Himmel nicht wieder seine Farben gewechselt hat. Ich will eine Reaktion.

Der Hund in meinem Leben benimmt sich merkwürdig, was eine merkwürdig große Rolle in dem Tag einnimmt. Ich könnte es eigentlich getrost ignorieren, aber ich will es nicht. Und es wird immer früher dunkler, ich habe Angst, dass die Dunkelheit uns irgendwann komplett verschluckt. Ich will nicht zugeben, wie sehr es mir auf mein Gemüt schlägt.

„Natürlich. Ich habe das ja auch nie behauptet. Du bist es, der sich ausreden will, der einen großen Streit haben will – und sobald auch nur ein Knöchel so aussieht, als könnte es dazu kommen, ziehst du den Schwanz ein.“
Die Person, die wir einst Ruth nannten, lacht laut, zu laut. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es ein natürliches Lachen ist, so konstruiert und forciert wirkt es.

Vielleicht möchte ich das glauben.

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