Vor der Polizei in den Atomschutzbunker geflüchtet

Als ich einen ultra-weirden Traum hatte.

Ich befinde mich in einer mir fremden Stadt, in einem mir fremden Land und übernachte in einem Hostel, einer Jugendherberge oder so etwas ähnliches. Es gibt einen Raum, in dem Leute zusammensitzen, vielleicht ist es auch das Restaurant dieses Hostels oder einfach ein Aufenthaltsraum. Ich soll eigentlich gehen, aber ich werde überredet von einer jungen Klimaaktivistin, doch noch mitzukommen. Was das eigentlich genau ist, wo ich da mitkommen soll, kann ich im Nachhinein nicht mehr so genau sagen.

Ich entschließe mich also, mitzugehen mit der Gruppe von linken Aktivist*innen und plötzlich geht alles ganz schnell und wir müssen flüchten, weil die Polizei kommt. Ich weiß nicht, was wir falsch gemacht haben, aber ich renne mit, es geht in einen alten Atomschutzbunker, der mit dicken Gitterstäben und Autobarrieren gesichert ist. Trotzdem kommen wir da rein, die Polizei ist uns noch nicht auf der Spur. Ich beschließe gemeinsam mit meiner Schwester, noch etwas zu holen. Vielleicht sind es wichtige Papiere oder so, es ist jeden Fall nicht weit, auch wenn der Atomschutzbunker gigantisch ist. Auf dem Weg raus kommt uns die Polizei entgegen, in voller Montur mit Demoschilden und alles.

Aus irgendeinem Grund werden ich und die paar anderen, die erwischt wurden, nicht verhaftet oder gar ins Gefängnis gesteckt, sondern können gleich wieder aus dem Bunker – oder so ähnlich. Als ich wieder an der frischen Luft bin, steht schon an der Fernsehen an einer nahegelegen Bushaltestelle und will mich interviewen. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, und gehe erstmal in den Aufenthaltsraum von diesem Hostel oder was es auch immer war zurück, um meine nächsten Schritte zu planen. Auf meinen Handy sehe ich, wie uns die anderen, die noch im Atomschutzbunker, lustige Memes schicken über die, die drinnen sind und jene, die erwischt worden sind.

Ich laufe durch die mir unbekannte Stadt und entdecke einen Stand, viel mehr eine mittelgroße Bühne, auf der ein Theaterstück aufgeführt wird, in dem ein Luxemburg-themed Brettspiel angepriesen wird. Die ganze Bühne steht nur deswegen da, der luxemburgische Großherzog spielt eine größere Rolle bei dem Spiel, von dem ich natürlich noch nie etwas gehört habe und von dem ich mich frage, wieso es überhaupt im Ausland verkauft wird, noch dazu durch so seltsame Guerilla-Marketing-Methoden auf der Straße.

Als ich schlussendlich zuhause ankomme, stehe ich vor dem Haus meiner Eltern, gar nicht vor meinem eigenen Haus. Statt der Tür ist ein Loch da, die Küche ist irgendwie verwüstet, weil mein Vater seinen Zweitwagen (von dem ich nichts wusste) dort geparkt hat. Meine Mutter versucht mir zu erklären, er habe sich vertan und den Hauseingang für eine enge Gasse gehalten. Ich weiß nicht, warum er in eine enge Gasse hätte fahren sollen, aber zum Glück ist niemanden etwas passiert. Ich glaube zwar, ein paar Flammen auf dem Auto gesehen zu haben, aber die Küchengeräte sind alle noch ganz. Sie sind nur ein paar Meter verschoben worden, der Herd und der Kühlschrank blinken, weil sie ohne Strom sind.

Foto: CC-BY Scott Wylie

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