Das neue Telefon

Das neue Telefon

Als ich ein neues Telefon bekam.

Ich bin seit Donnerstag Besitzer eines neuen Telefons. Ich versuche ja meistens, es zu vermeiden, mir neue Geräte zu kaufen. Einerseits bin ich schlecht darin, mich zu entscheiden und andererseits ärgeren mich kurze Nutzphasen noch viel mehr. Das dritte Smartphone in meinem Besitz ist das Nokia 8.1 und damit bin ich wieder zurück bei dem Hersteller, der die meisten meiner Mobiltelefone gebaut hat. Wobei die eigentliche Firma ja „HMD Global“ heißt und die Telefone genauso in China gebaut werden wie etwa jene von Apple.

Ich wollte Stock Android, und mittlerweile ist das auch keine so große Seltenheit mehr, weil es das „Android One“-Programm von Google gibt. Schwieriger ist es da schon, einen Kopfhörer-Jack zu finden. Hat mein Gerät aber auch. Der Umstieg war dann auch erstaunlich leicht: Via Bluetooth kommuniziert das alte Telefon mit dem neuen, ich musste kurz bestätigen, ob beide die gleichen bunten Formen anzeigen und schon installierte mein neues Telefon all jene Apps, die auch auf dem alten waren.

Oder hätte das getan, hätte ich nicht schon die SD-Karte rausgenommen. Das war ein Fehler, genauso wie das sorglose Übertragen von WhatsApp von einem Telefon auf das nächste, ohne zu überprüfen, ob auch wirklich ein Backup da war. War es nicht. Tough luck, zum Glück kommuniziere ich nicht mit vielen Leuten über WhatsApp und werde nicht so viel vermissen.

Dafür übernahm aber sogar die Wecker-App meine eingestellten Wecker, was faszinierend und auch ein bisschen creepy ist. Das neue Telefon ist zwar an sich nicht größer, die Bildschirmfläche jedoch schon. Was heißt, dass ich mit dem Finger nicht mehr überall hinkomme. Oder mich umgewöhnen werden müsse, was die einhändige Bedienung angeht. Vielleicht brauche ich auch so ein lustiges Selfie-Nupsi, um es gut halten zu können. Es ist auch schwerer, was das Telefonieren leicht anstrengend macht, wie ich feststellen musste.

Vor allem finde ich es schön, meinen Tagesablauf nicht mehr nach den Akkulaufzeiten meines Telefons ausrichten zu müssen. Und keine Angst vor völlig unvorhersehbaren Ausfällen haben zu müssen. Das Umgewöhnen, so klein die Änderungen auch sind und so schön es auch ist, dass das Hintergrundbild und all diese Dinge übernommen werden, ist trotzdem vor allem eine Kopfsache. Mein altes Telefon hatte keinen Ein/Aus-Schalter mehr, weswegen ich „Bildschirm sperren“ mit einer App machte. Die suche ich jetzt immer. Statt den Knopf zu drücken.

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