Die Weite des Fußbodens

Als ich aufräumte.

Ich traue der Stille nicht. Ich habe genug eingekauft, ich muss nicht noch einmal raus. Es regnet und ich habe keine besondere Lust, vor die Tür zu treten, weswegen ich mir ein Nest baue. In der Scheune finde ich etwas Stroh, das ich auf meinem Bett drapiere, dann suche ich mir viele blaue Plastikstücke, weil ich die für mein Nest brauche. Dann nervt mich diese Analogie und ihre allzu realistische Ausstaffierung, so dass ich damit aufhöre. In Wirklichkeit räume ich mein Schlafzimmer auf und staubsauge, was ich viel zu lange nicht getan habe.

Dabei mag ich das Gefühl, dass sich das Zimmer ausstreckt, weiter wird und ich das Gefühl habe, durch einen Palast zu schreiten, obwohl ich in Wahrheit über wenige Quadratmeter Holzdielen stolpere, die dazu auch noch reichlich knarzen, wenn ich mich bewege. Die äußere Ordnung bringt das Gefühl einer inneren Ordnung. Das ist natürlich ein Trugschluss, aber ich genieße ihn gerne für die zwei Stunden, in denen er anhält.

Und immer noch muss ich die Fotos aufhängen.

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