Der Spätwintertag

Als alles passte.

Der Tag fühlt sich an wie Frühling. Wir machen einen Ausflug, auch wenn er nur zu einem Supermarkt führt. Es fühlt sich trotzdem gut an. Wäre es noch ein wenig wärmer, ich hätte Lust, das Fenster runterzukurbeln und meinen Kopf rauszustrecken und mir dabei etwas komisch vorzukommen. Am Parkplatz lernen wir einen älteren Herrn kennen, er streckt mir die Hand aus und sagt „Ich bin ein Revoluzzer.“ Das freut mich, obwohl ich keine passende Antwort habe.

In meiner Erinnerung werde ich im Gras liegen, während die Sonne mir auf den Bauch scheint. In Wirklichkeit ist es ein sehr milder Wintertag, mit gerade einmal zweistelligen Temperaturen und es fühlt sich so lange warm an, wie der Wind nicht geht. Ich lese ein Kapitel in meinem Buch, in dem ich schon viel zu lange herumlese, streichele den Hund ein wenig und rauche zwei Zigaretten. Das Leben fühlt sich gut an. Zumindest für diesen kleinen Moment. Ich muss mich in zwei, drei Monaten bis Jahrzehnten ja nicht daran erinnern, dass es in mir kribbelt, mein merkwürdiges Computerspiel weiterzuspielen und dass ich mich frage, ob ich wirklich gerne an der frischen Luft.

Bald wird es kälter, die Sonne geht lächerlich früh unter, wir müssen rein.
Passt schon.

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