Die Hagelkörner

Als es schneite.

Ich habe den Schnee überlebt. Als ich ich Rolläden hochziehe, sehe ich, dass das schlimmste schon vorbei ist. Nur noch einige wenige Reste liegen auf den Dächern und auf den Autos, die langsam vorbeifahren, als sei dieser 30er Zone irgendeine wichtige Passage. Ich möchte immer winken und eine Handgeste macht, die sagt „Ich weiß, dass ihr hier eigentlich nicht fahren müsst und es nur tut, weil ihr irgendwie glaubt, es wäre schneller, was es aber sicher nicht ist, sonst müsstest ihr hier nicht durch eine 30er Zone fahren“, aber ich weiß nicht, ob ich genügend Finger hätte, um das mit einer einzigen Geste auszudrücken. Außerdem bin ich morgens meistens zu müde, um so etwas glaubhaft feinmechanisch auszuführen.

Es hagelt, als ich das Büro zu Feierabend wieder verlasse, und ich ziehe die Kapuze meines Pullovers über meine Mütze, um die Hagelkörner nicht im Genick zu spüren. Die, die es dorthin geschafft haben, schmelzen langsam und fühlen sich stechend an. So stechend wie das Kribbeln in meiner rechten Hand. Es ist immer noch da, es war nie weg, es wird mich immer begleiten.

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