Die Regalmeter

Als ich die Mehlapokalypse im Biosupermarkt überlebte.

Alles ist wie immer. Auf der Straße beugt jemand in seine Ellenbeuge, das ist auch schon das merkwürdigste. Wir machen einen lustigen Ausflug, zumindest fühlt es sich so an. Als wir nach kurzer Fahrt ankommen, wirkt auch immer noch alles wie immer. Auch im Biosupermarkt sind das Mehl und die Nudeln leergekauft, Fertiggerichte sind allerdings noch viele da. Ich verstehe es nicht ganz, aber auch ich packe mir noch zwei Liter Hafermilch ein, obwohl ich eigentlich genügend Milch für viele Tage in meinem Schrank stehen habe.

Nur für den Fall der Fälle, oder so. Ich habe das Gefühl, die ansonsten so friedliche Kundschaft im Biosupermarkt schaut mich böse an, weil ich eine Rolle Bio-Backpapier in meinen Einkaufskorb gepackt habe. Ich kann ja auch nichts dafür, dass alle sich verderbliches Gemüse gekauft haben, bis nichts mehr da war, liebe Biosupermarktmitmenschen, ich bin auch gerade erst gekommen.

Nach dem Ausflug gehen wir in den Wald, der genauso matschig und regnerisch ist wie immer. Ich bin kurz nervös, weil ich mich müde und schlapp fühle, aber ich habe auch viel zu wenig geschlafen und nicht genug Wasser getrunken. Stay hydrated.

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