Das Zwitschern

Als ich die Vögel hörte.

Ich stehe morgens im Garten, mit meinem Morgenkaffee und meiner Morgenzigarette, und die Welt wirkt fast so, als wäre sie in Ordnung. Es sind Vögel zu hören, so viele. Mir kommt vor, das wäre sonst anders, aber sonst stehe ich um diese Zeit auch eher selten im Garten, sondern sitze in einem Zug oder Bus und höre keine Vögel, sondern Podcasts. Wenn ich die Augen schließe, werden meine Zukunftsvisionen noch dunkler als sie es ohnehin schon waren.

Ich höre keins der Alben, auf die ich mich gefreut habe, ganz. Irgendetwas kommt ständig dazwischen, aber es kommt ja ohnehin ständig irgendetwas dazwischen. Ich habe nicht das Gefühl, dass der Stapel mit den Büchern, die ich irgendwann lesen wollte, kleiner werden wird. Statt zu lesen oder die großartigen Pläne zu realisieren, streite ich mich mit Menschen im Netz.

Die Situation ist nicht hoffnungslos, sie ist alles andere als das.
Ich habe immer noch die Nacht. Sie wird ewig bleiben.

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