Die Brise

Als ich an Deck stand.

Es ist wie auf einem Schiff. Ich finde den Gedanken tröstend. Es gibt Menschen, die ständig in vergleichbaren Situationen leben und damit klarkommen. Es ist grau, ich laufe in einer virtuellen Welt herum und baue Dinge, die dort Sinn ergeben. Es ist klar, dass eine Situation, in der ich Kontrolle hab, in einer Krisensituation wie dieser erstrebenswert wirkt.

Das Hintergrundrauschen hört nicht auf. Ich habe das unterschätzt. Es gäbe so viel zu lesen, nachzuhören, um informationstechnisch auf der Messerkante zu tanzen. Aber auch ohne das ist es anstrengend, weil es jeden Gedanken beeinflusst.

Wenn ich beim Rauchen im Garten stehe, den Blick und die Gedanken schweife lasse, denke ich sorgevoll an das Danach. Ich weiß nicht, ob ich für das, was passieren wird, gewappnet bin – ob irgendwer es ist.

Das Schiff wird irgendwann wieder Land sehen. Ich halte meinen Kopf in die Brise und versuche, hoffnungsvoll gen Horizont zu blicken.

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