Das Streaming-Setup

Als ich erklärte, wie ich das mit den Lesungen mache.

Letzte Woche streamte ich – um Menschen davon abzuhalten, ihre Wohnung zu verlassen, bzw. das herumsitzen etwas angenehmer, ein paar Mal Lesungen aus meinem Blog auf twitch (und facebook live) und ein paar Menschen haben tatsächlich zugesehen. Lässt sich übrigens auf diesem youtube-Kanal nachverfolgen. Ich wurde gefragt, wie ich das mache und welches Setup ich dazu benutze und ich werde versuchen, darauf einzugehen. Ich habe recht wenig Erfahrung mit twitch, streame keine Games und hab mir etwas zusammengeklickt, das funktioniert. Will sagen: Das ist alles recht easy und mein Setup ist aus Gründen („Kunst„) eher speziell.

Zum Streamen verwende ich Streamlabs OBS, was eine einstiegsfreundlichere Version von OBS ist. Twitch verlinkt im „Creator“-Menü eine Reihe von Tools, die eins nutzen kann, um auf Twitch zu streamen. Im Browser geht das nicht, allerdings stellt Twitch mit „Twitch Studio“ mittlerweile auch ein eigenes Programm dazu zur Verfügung, das vermutlich noch leichter zu bedienen ist. Streamlabs kann allerdings auch zu Facebook (und wohl auch Youtube, zumindest steht das auf der Website, ich hab‘s noch nicht versucht) streamen, was dann doch ein Vorteil ist.

Streamlabs zu Twitch bzw. Facebook zu verbinden ist ziemlich einfach, wobei ich Facebook schwieriger zu verstehen fand (weil ich nicht mit meinem privaten Account live gehen wollte, sondern mit dem Blog-Account. Twitch ist da recht intuitiv, so dass eins sich da einfach durchklicken kann.

In Streamlabs kann eins dann im „Editor“ eine Szene zusamenklicken und die verschiedenen Inputs definieren. Ich benutze die Webcam meines Laptops, eine externe Webcam und ein Mikrofon, das an einer externen Soundkarte angeschlossen ist.

Ich besitze einen sehr kleinen Schreibtisch, auf dem neben Monitor, Tastur, Maus, ewig viel unnötigem Kram kein Platz für einen Laptop ist. Der steht auf einer Unterlage, die etwas niedriger ist. So kommt also der merkwürdige Winkel bei der Laptop-Webcam zustande, den ich irgendwie lieben gelernt habe. Ich war ein wenig erstaunt, aber es hätte mich vielleicht nicht erstaunen brauchen: Meine alte, selten genutzte „LifeCam HD-3000“, die ich vor ein paar Jahren für den Einsatz mit einem Desktop-PC kaufte, funktioniert als zweiter Input.

Ich habe außerdem ein Hintergrundbild (bei der letzten Sendung mehrere, die ich wechselte) eingestellt, und für die Male, wo ich einfach ohne Ton streamte, wie ich meinen Text eintippte, auch die Möglichkeit, Libre Office anzeigen zu lassen, als Objekte im Stream eingestellt. Die „Alert Box“, um mich dabei abzulenken, wenn jemand neues abonniert, ist auch aktiviert. Es gibt daneben aber noch ca. 10.000 mehr Möglichkeiten und Einstellungen, die ich alle nicht ausprobiert habe.

Theoretisch könnte ich den Ton auch über die LifeCam aufnehmen, aber ich habe aus Radio/Podcastgründen eine kleine externe Soundkarte, die einen XLR-Anschluss hat, an dem mein Mikrofon hängt. Das Setup habe ich jedoch nur, weil mir halt mal wer das Mikrofon geschenkt hat, es gut ist und das halt funktioniert..

Ich kann weder was Webcam, noch was was Mikrofon angeht, wirkliche Empfehlungen machen – ich würde einfach ausprobieren, was eins ohnehin zu Hause herumliegen hat und schauen, wie das so funktioniert. Ansonsten gibt es sowohl für Kameras als auch für Mikrofone ausführliche Guides, die sowohl sehr kleine als auch sehr große Budgets bedienen.

Dann drückt eins „auf Sendung gehen“, gibt noch ein paar Dinge ein, und es geht los. Ich streame ja auch auf instagram, da stellt eins das Handy in eine Halterung (meine hat die Form einer grünen Katze, danke Katja!) und drückt auf „live“ und dann geht‘s los (halt nur mit einer Kamera).

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