Die Nichtverbesserung

Als ich den Garten bestellte.

Ich weiß nicht, ob es schlimmer geworden ist, aber es ist immer noch da. Am Mittagstisch rede ich darüber und muss in erschrockene Gesichter sehen, die ich gleich wieder trösten will. Ich bin nicht der Meinung, dass ich etwas dagegen tun kann, so direkt, aber ich werde aufgeklärt, dass dem nicht so ist.

Nach Feierabend – er kommt früh und die Sonne steht gnädigerweise noch hoch – arbeite ich für gut zwei Stunden im Garten. Es ist mühselige, kleinteilige Arbeit von der meine Knie finden, dass sie zu anstrengend ist. Es ist nicht direkt angenehm, aber das auf eine anziehende Art und Weise. Beinahe schon meditativ, auch wenn ich mir teilweise wünsche, ich müsste mich nicht mit meinen Gedanken beschäftigen.

Ich fühle mich müder als sonst, aber vielleicht ist das auch der Schlafmangel, der mich seit jeher begleitet. Die dritte Woche ist schon beinahe zu Ende und ich würde mich gut fühlen, wäre da nicht ein Teil meines Körpers, der nicht mit diesem Assessment einverstanden ist.

Ich mache ein Foto von dem Nachthimmel, der noch von dem letzten Rest der Dämmerung erhellt ist, während mein Essen im Ofen steht. Es ist in Ordnung. Ich kann damit umgehen, auch wenn es sich anfühlt, als würde ich bald wieder schreien wollen.

Immerhin gibt es einen Garten.

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