Das Linsenkochen

Als der Horizont zu nahe war.

Ich wache auf und höre mir eine freudige Sprachnachricht an. Ich freue mich mit der Person. Einige Stunden später stehe ich alleine im Garten und rauche und trinke Schlucke aus meinem Bier und fühle mich für einen kurzen Moment, als wäre ich alleine auf diesem Planeten. Eigentlich sollte ich dieses Gefühl schätzen.

Aber der Himmel ist grau, der Horizont ist näher als noch vor ein paar Tagen und ich habe das Gefühl, das Kribbeln in meinen Händen kriecht sich wieder an. Ich nehme schnell noch einen Schluck aus der Bierflasche und gehe wieder rein, zu den Menschen, zu den Linsen, die gerührt werden müssen.

Am Ende fühlt sich alles gut an. Ich ziehe ein Fazit, weil ich das Bedürfnis habe, die Woche als beendet zu erklären, die Vorhänge zu schließen und den Applaus nur noch gedämpft zu hören. Niemand gibt Applaus, aber es ist auch gar nicht nötig. Das einzige, das wichtig ist, ist den Pausenstrich, den ich ziehe.

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