Die „neue Normalität“

Als ich wieder ein Abenteuer erlebte.

Am Ende des Tages wartet wieder ein Abenteuer, das sich diesmal gar nicht mehr so abenteuerlich anfühlt. Es ist fast so wie immer, nur dass alle Masken tragen. Mir sind es zu viele Leute, so dass ich zwischen zwei Regalmetern schon wieder vergesse, was ich eigentlich suchte. So kaufe ich noch mehr Risottoreis, obwohl ich eigentlich genug davon habe – und was ich vergessen habe, werde ich erst in den nächsten Tagen herausfinden. Das ist wohl diese „neue Normalität“, von der ständig alle reden, und an die ich mich gewöhnen muss: Ich kann immer noch nicht richtig einkaufen, andere Menschen gehen mir auf die Nerven, ich gebe zu viel Geld aus und manchmal läuft meine Brille an.

Wir essen in der Gartenlaube, die seit heute aufgeräumt ist. Es fühlt sich noch ungewohnt an, und alle sagen ständig, wie toll sie es finden. Ich finde es auch großartig, aber ich kann das Gefühl, dass das alles noch sehr neu ist, nicht abschütteln. Wir brauchen noch Girlanden, und vielleicht bunte Fähnchen, die wir über den Betonhof spannen können, damit es sich noch mehr nach Urlaub anfühlt.

Im Garten wachsen schon die Tomaten.

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