Die Kaffeesehnsucht

Als ich mich über das lange Tageslicht wunderte.

Gestern stand ich am Abgrund, heute erklimme ich den Berg, den metaphorischen. Ich bin losgelaufen, ohne genau zu wissen, wie weit der Weg sein wird. Diesmal hat alles geklappt, nach langer Wanderung, nach Zermarterung, und dennoch schmeckt das metaphorische Bier am Ende nicht so süß wie ich es gewohnt bin.

Jeden Abend sehne ich mich nach einer Tasse Kaffee, die ich aus sehr pragmatischen und praktischen Gründen dann nicht trinke. Ich vertröste mich auf den nächsten Morgen, an dem ich die Tasse dann nicht nur trinken will, sondern muss. Déca würde sich wie Verrat anfühlen.

Die Dunkelheit kommt so spät, ich hab mich immer noch nicht daran gewöhnt. Überhaupt ist auf einmal Sommer, was ich auch nicht fassen kann, obwohl der Frühling sehr sommerhaft war. Mit jeder Jahreszeit trauere ich den letzten nach, mit jedem Jahr denke ich wehmütig an das letzte zurück.

Es sind noch Rosen am Rosenbusch.

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