Der Rosenstrauch

Als ich nicht wusste, wie ich erzählen sollte.

Ich suche mir ein neues Projekt, aus heiterem Himmel und lese dann den ganzen Tag darüber, was ich alles machen könnte. Am Ende ändere ich zwei, drei Dinge, die ich schon vor fünf Jahren hätte ändern sollen und fühle mich nicht befriedigt, aber auch nicht vollkommen unnütz. Ich setze mich in den Garten und höre Podcasts, während die Sonne langsam hinter den Häusern verschwindet. Es ist ein ruhiger Tag, den ich mit leichten Kopfschmerzen beende. Vielleicht sucht sich etwas hinter meiner Schädeldecke endlich einen Weg nach draußen, vermutlich habe ich einfach nicht genügend Wasser getrunken.

Manchmal denke ich mir, wie gut es es wäre, wenn ich einfach so erzählen könnte, wenn ich nicht immer diesen Prosa-Filter über alles stülpen müsste wie ein zu enges T-Shirt, das ich trotzdem noch anziehe, weil ich das Motiv so gut finde. Aber ich kann nicht anders, ich muss die Worte so drehen und zwirbeln wie Gänseblümchen, die ich mir gerne in den Bart stecken würde.

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