Die Nacht

Als es die Nacht war.

Es ist diese eine Nacht im Jahr, die nur für mich mit Bedeutung aufgeladen ist. Ein weiteres Rund um unser Zentralgestirn herum ist beinahe beendet. Ich möchte dramatische Musik aufdrehen und über und über mit Symbolen bemalt in den Garten treten, eine Fackel in der Hand und ein mystisches Ritual durchführen. Krähen und Elstern sammeln sich im Garten und nicken mir wissend zu. Die Nacht, sie gehört mir, ich ertrage ihre Schwere ohne zu leiden.

In Wirklichkeit werde ich nur in den Garten gehen und rauchen und bedeutungsschwanger in den Himmel schauen und Schwärze sehen und warten, bis sie zurückstarrt. Früher habe ich oft Dinge an diesem Tag gesehen, die wie ein Zeichen wirkten. Einmal bin ich morgens zur Schule und ein Regenbogen war zu sehen, als ob die meteorologischen Bedingungen sich um mich kümmern würden.

Vielleicht wird die Person, die wir einst Ruth nannten, auftauchen. Unvermittelt, ohne ein Geräusch zu machen, vor mir stehen und grinsend mit dem Kopf nicken, woraufhin ich sprachlos bin und auch einfach nur nicke. Ich ziehe meine Kapuze tiefer ins Gesicht und falle der Person, die wir einst Ruth nannten, um den Hals. Wir drücken uns so fest wie es Menschen sonst nur in Filmen tun.

Es ist diese eine Nacht im Jahr, über dem schwarzen Rauch der Fackel kreist einsam eine Elster.

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