Die Einmachgläser

Als ich an die Schwalben dachte.

Es ist so kalt geworden. Es zerrt an mir. Jeder Aufenthalt in dem Draußen ist eine Balanceakt zwischen Bedürfniserfüllung und Wärmeaustausch. Ich traue mich noch nicht, von lichtdurchfluteten Wäldern zu träumen, weil ich nicht weiß, wie groß meine Vorräte sind.

Ich habe Einmachgläser gefüllt und sie in lange Regalreihen in den Keller gestellt. Sie leuchten im Dunkeln mit den Farben des Sommers. In einigen Wochen wird die Melancholie der Schwere des dunkelblauen Augusthimmels, durch den die Schwalben unbeschwert fliegen, erst so richtig zur Geltung kommen.

Ich wünsche mir einen Tee und einen übergroßen flauschigen Kapuzenpullover, in den ich mich verkriechen kann. Es ist so kalt geworden.

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