Das Omen

Als ich in die Dunkelheit starrte.

Irgendetwas fühlt sich unvollendet an. Als gäbe es eine weitere Baustelle, an der ich arbeiten sollte, die ich jedoch vergessen habe. Ich weiß nicht, was es sein soll, ich kann mir dieses Gefühl nicht erklären. Immer mehr Blätter fallen, die Dunkelheit kommt immer früher. Ich nehme mir noch vor, einen Spaziergang zu machen, aber ich als mit Arbeiten aufhöre, ist die Sonne bereits untergegangen. Es bleibt also nur eins: Rauchend auf dem Beton zu stehen und in die Dunkelheit zu starren, als verberge sie ein uraltes Geheimnis, das nur ich mit einem unnachlässigen Blick zu ergründen vermöge.

Ich warte, dass ein Vogel kommt, sich auf der Regenrinne niederlässt und mir eine Botschaft entgegenkrächzt. Ich warte auf ein Omen, aber heute kommt keins. Eine einzelne Quitte liegt noch im Garten.

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