Die Raumtemperatur

Als ich pessimistisch wurde.

Ich bin unkonzentriert. So sehr, dass mir für einen Moment alles über den Kopf wächst und nicht mehr weiß, wohin ich eigentlich denken will. Ich stehe auf, laufe die Stiegen runter, gehe aufs Klo, rauche eine Zigarette, esse ein paar Kekse, dann geht es wieder.

Es ist schwer, eine angenehme Raumtemperatur einzustellen. Mal ist es unangenehm heiß, dann wieder zu kühl. Ich sehe die Schneebilder der Anderen, bin aber überhaupt nicht neidisch. Höchstens auf die Stille, die sich für ein paar Stunden einstellt. Der Regen ist so kalt, dass es ohnehin nicht mehr lange dauern kann, bis es auch hier soweit ist.

Eine realistische Betrachtung einer Zukunftstechnologie stimmt mich pessimistisch. Die Zeit vergeht zu schnell, als dass wir uns ein vorsichtiges Stolpern erlauben könnten, aber letzten Endes wird uns sonst nichts übrig bleiben. Die Ironie lässt mich frieren, man sieht meine Nippel unter dem T-Shirt.

Die längste Nacht kommt erst noch, und ich sehne mich schon wieder nach der kürzesten.

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