Der Geländewagen

Als die Straße so still war.

Ich weiß nicht, warum mir so heiß ist, obwohl es das eigentlich überhaupt nicht ist. Ich falte meine Shorts zusammen und lege sie gemeinsam mit der Hoffnung auf einen Sommer in den Schrank. Dann drehe ich die Heizung runter und lasse etwas Winterkälte in mein Zimmer, um aus diesem Gefühl rauszukommen. Die Straße riecht nach Hausbrand, trotz der Ausgangssperre schleicht sich ein Auto einsam durch sie durch. Es dauert einige Minuten, bis das nächste zu hören ist. Ich könnte mich an die Stille gewöhnen.

Durch ein Gespräch muss ich an den versuchten Kuss denken, an das Zimmer in dem ich vor etwa elf Jahren vorhatte, zu schlafen, was sich als die schlechteste Idee herausstellt. Vielleicht sagt mir jemand, ich solle einfach Spaß haben, obwohl das alles sinnlos scheint. Ich setze mich in einen Geländewagen, aus dem die Türen ausgebaut wurden, stecke mir eine Zigarette an und verlasse das Fest, das einen Abschied feiert, den ich nicht wahrhaben will.

Ein Hund bellt, ein weiteres Auto fährt vorbei, ich werde aus meinen Erinnerungen gerissen. Noch liegt Schnee, der alte Wunden bedeckt.

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