Das Wollknäuel

Als ich nichts entwirren konnte.

Alles zieht sich zu. In meinem Kopf befindet sich ein riesiges Wollknäuel voller Knoten, und ich, auf Miniaturgröße geschrumpft, soll es nun entwirren. Ich weiß nicht einmal, wo ich anfangen soll, und ich komme ja nicht einmal mit meinen eigenen Kabelsalat zurecht. Stimmen beruhigen mich, als bräuchte ich nur zwei, drei, vier Leute, die mir gut zureden, damit ich mich wieder beruhigen kann, die Fäden aufteilen und einen neuen Teppich spinnen kann.

Ich fühle mich, als würde ich nackt vor einem Komitee stehen und müsste mich Fragen stellen, auf die ich keine richtige Antwort finden werden kann. Das Licht schaltet sich aus und ich werde in Handschellen abgeführt, um weiter in einer Brühe über meine Zukunft nachzudenken. In meinem Kopf ist kein Platz für diese Fragen, da sich ein Wollknäuel darin befindet.

Alle Scheren sind stumpf.

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