Der Marswind

Als ich unter der Dusche Geräusche vom Mars hörte.

Ich sitze im Garten in der Sonne, der Wind geht ganz leicht. Ich trinke meinen Kaffee und rauche meine Zigarette und möchte den ganzen Tag nichts anderes tun. Das ist keine Option, ich weiß das ganz genau, aber trotzdem wünsche ich es mir. Ich wünsche mir so vieles, was stets nur in meiner Vorstellung funktionieren wird.

Unter der Dusche höre ich wie üblich die Radionachrichten als Podcast über meinen kleinen blauen Duschbluetoothspeaker. Sie reden über den Mars-Rover und spielen die ersten Töne, die je auf dem roten Planeten aufgenommen wurden. Ich bin komplett eingeseift und schalte dennoch das Wasser für einen Moment ab, um die Aufnahme zu hören. Neben mechanischen Geräuschen ist ein wenig Wind zu hören. Wind, der auf einer unwirtlichen Oberfläche 211.964.880 Kilometern bläst und genauso klingt wie irgendein Wind.

Auf den Krokussen sitzt ein Schmetterling, Ende Februar.

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