Der Milchschleier

Als mir der Schlaf geraubt wurde.

Mir wird eine Stunde Schlaf geklaut. Nicht viel, nicht schlimm, in Wirklichkeit habe ich eh ohne Wecker geschlafen, warum sich also ohne den Diebstahl, der nicht so richtig stattgefunden hat, aufregen?

Vor dem Vollmond, den Garten erleuchtend, hat sich ein Schleier aus milchigen Wolken gezogen. Es bleibt viel zu lange hell, oder eher: Der harte Cut bringtt mich ganz durcheinander. Autos sind noch zu hören, die Menschen fahren rechtzeitig zur Ausgangssperre heim. In der Ferne quietschen die Eisenbahnwaggons vor dem Stahlwerk.

Der Mond reflektiert in einem Fenster, als wäre dort noch ein Licht an.

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